Zur Geschichte der BrudermühleAnno Domini 1314 wird die Brudermühle erstmals urkundlich in einem Schreiben des damaligen Domprobstes König Otto erwähnt. Sie war die Versorgungsmühle der Burg der Babenberger und dem ältesten Stadtkern Bambergs.
Dessen Sohn und Erbe Kaiser Heinrich II. übergab beides als Morgengabe seiner Gemahlin Kunigunde von Luxemburg. 1007, als die Ehe kinderlos blieb, wurde das gesamte Königsgut als Schenkung dem neugegründeten Bistum Bamberg überlassen; dabei kam auch die Brudermühle in die Lehensherrschaft des Domkapitels. Dieses Besitzverhältnis blieb durch die Jahrhunderte bestehen. So betrug zum Beispiel 1406 die Gült 76 Sack Weizenmahlgut.
Im Laufe der Jahrhunderte bewirtschafteten viele Müller die Brudermühle und kämpften immer wieder um die Wasser- und Fischrechte. Vier Mal brannte die Mühle bis auf die Grundmauern nieder. Der heutige Bau wurde nach dem Brand 1762 errichtet und ist seither mit einer großartigen Hausmadonna -vermutlich aus der Werkstatt des Bildhauers Leonhard Gollwitzer – geschmückt. Als Mehlmühle wurde die Brudermühle bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts betrieben.
Am 30. Mai 1980 konnten die ersten Gäste aus den Partnerstädten Villach und Rodez von Erna und Georg Vogler begrüßt werden. Erst am 17. Oktober 1980 wurde das revitalisierte Haus der Bamberger Öffentlichkeit vorgestellt. Seither hat Familie Vogler Bamberger Tradition und moderne Gastronomie in harmonischen Einklang gebracht. Die Brudermühle ist ein beliebter Treffpunkt zum geselligen Beisammensein, das belegen auch die vielen Eintragungen prominenter Besucher in das Gästebuch des Hauses, wie zum Beispiel:
Oktober 1982 wurde der linke Regnitzarm entlang der Brudermühle wegen Baumaßnahmen trocken gelegt.
Im Jahr 2002/2003 bekam die Brudermühle Zuwachs durch den Umbau des gegenüberliegenden Gebäudes zum Gästehaus Mehlwaage. Die Mehlwaage war Jahrhundertelang die amtliche Zähl-und Wäagestelle für die Müller an der Regnitz. Die Familie Vogler baute die Mehlwaage in mühevoller Kleinstarbeit, mit Liebe zum Detail, zum Gästehaus um. Die 4 Apartments, „Rottmeister“, „Zaubergarten“, „Rotkäppel“ und „Geyerswörthblick“ bieten mit dem Ausblick auf das Alte Rathaus, Schloß Geyerswörth, den DOM und das Mühlenensemble BAMBERG PUR. Die ersten Gäste konnten im April 2003 begrüßt werden. Familie Vogler & Mitarbeiter |